Lebendigere Veranstaltungen mit digitalen Werkzeugen

02. 07. 2019 0 Kommentare

Beim ersten „micelab:experts mini“ am 26. Juni in Singen beschäftigten wir uns mit der Frage „Wie können Veranstaltungen durch den Einsatz digitaler Werkzeuge noch lebendiger werden?“ Professor Stefan Luppold führte in die Thematik ein, bevor wir einige Tools in Kleingruppen testen konnten.

„Digitalisierung“ hat gute Chancen, das Wort des Jahres 2019 zu werden. Kaum ein Thema schafft es so häufig auf Fachmessen, Kundenveranstaltungen, in Fachvorträge und Strategiesitzungen präsent zu sein wie dieses Nomen, das sich mit dem Wandel der Arbeitswelt beschäftigt. Und immer gibt es zwei Lager: die absoluten BefürworterInnen und „Sofort-Umsetzer“ und die „ängstlichen Zurückhaltenden“. Digitalisierung polarisiert und zieht zugleich jede/n in den Bann.

Ich habe schnell beschlossen: Neue digitale Tools sind nicht meine Feinde. Sie erleichtern mir Arbeitsabläufe, schonen unsere Umwelt, machen mein Arbeiten zielgerichteter und geben mir mehr Zeit für die wirklichen Kundenbedürfnisse. Ich habe keine Angst davor, dass eine KI meinen Job besser machen wird als ich. Ich glaube, gemeinsam werden wir ein unschlagbares Team sein. Meine Strategie ist: die viele heisse Luft ignorieren und darauf fokussieren, was durch die Digitalisierung für mich alles möglich werden kann. Wie viel schöner kann das Arbeiten dadurch für mich werden? Kaum war die Frage formuliert … fehlte mir die Antwort. Außer heißer Luft existiert nämlich aktuell noch gar nicht so viel Input zur Thematik „Digitalisierung – kann losgehen! Aber wie eigentlich?!“

Ein Nachmittag, vier Tools

Daher kam das Angebot des „micelab:experts mini“ am 26. Juni in der Stadthalle Singen wie gerufen. An diesem Nachmittag beschäftigten wir uns intensiv mit digitalen Werkzeugen, die es uns erlauben, die eigene Arbeit am Puls der Zeit zu gestalten. Nach dem Impulsvortrag von Professor Stefan Luppold und der der Präsentation der Tools experimentierten wir in Mini-Workshops mit den digitalen Werkzeugen für Live-Umfragen (menti), Vorab- und Danach-Umfragen (surveymonkey), Konferenzfilmen (Videonauten) und Ergebnissicherung (digitales Whiteboard).

Das digitale Whiteboard ermöglicht die Ergebnissicherung.

Das halbtägige Format hat sich bewährt und ist auch für Eventplaner und Eventmanager aus Unternehmen, Verbänden und Verwaltungen interessant, da in kurzer Zeit viel Wissen mitgenommen werden kann. Der kollegiale Austausch und die Diskussion zu den verschiedenen digitalen Werkzeugen tat gut, zeigte aber auch, dass man dieses Thema ruhig noch vertiefen könnte: weitere Tools anschauen und weiter voneinander lernen.

Der Impulsvortrag war kurz, aussagekräftig und – entspannend. Er lieferte einen Überblick zu den Trends und Zukunftsszenarien in der MICE-Branche. Ich war glücklich zu hören, dass Professor Luppold meine Meinung teilt: Die Digitalisierung ist bereits in vollem Gange. Ich werde sie nicht aufhalten, sondern großen Nutzen daraus ziehen. Und eine Frage ist immer berechtigt: „Ist der digitale Weg in diesem Kontext sinnvoll? Kann er das Vorhaben bereichern?“ Lautet die Antwort nein, dann ist das auch vollkommen in Ordnung. Es ist wie immer im Leben – die Balance macht es aus!

P.S. Vom „micelab:experts mini“ war ich so inspiriert, dass ich direkt unseren diesjährigen Kundenevent zu diesem Thema gestaltet habe. Im Voraus habe ich Survey Monkey genutzt, um den Kenntnisstand der TeilnehmerInnen in Erfahrung zu bringen und die Inhalte des Kundenevents perfekt auf die Bedürfnisse auszurichten. Für den Einstieg und das Kennenlernen zu Beginn der Veranstaltung werden wir menti nutzen und es wird auch ein paar Videonauten geben, die unsere Arbeit in einem emotionalen Imagefilm festhalten werden. Ich freue mich schon riesig auf diesen Tag!

Die BesucherInnen einer Veranstaltung können mittels einer Web-App an den Live-Umfragen teilnehmen.

Autorin: Anja Sachse

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