Im World Café werden alle gehört

02. 11. 2023 Vermitteln 0 Kommentare

Das World Café ist ein besonderes Veranstaltungsformat. Wir haben es in unserem Labor verwendet, um zu ergründen, wie wir das Spannungsfeld zwischen Sinnstiftung und Wirtschaftlichkeit in unseren Unternehmen erleben. Dabei haben wir wiederkehrende Muster, unsere Potenziale, Herausforderungen und auch Gemeinsamkeiten aufgedeckt. Wir haben darüber reflektiert und konnten neue Ideen davon ableiten. Hier skizzieren wir das Setting und die Vorteile dieses Formats:

 

ABLAUF

> Im World Café gibt es konkrete Fragestellungen – eine offene, eine enge – und einen genauen Ablauf.

> Das Format eignet sich für Gruppen ab 12 Personen.

> Es gibt mehrere Tische, an denen jeweils 4 oder 5 Personen Platz nehmen.

> An jedem dieser Tische sitzt ein/e Moderator:in und es gibt jeweils ein großes Papier, Stifte, Zettel, Post-its.

> In der Gesprächsrunde am Tisch diskutieren die Teilnehmer:innen die Frage. Das dauert 15 bis 45 Minuten. Ihr könnt die Zeit vorgeben.

> Die wichtigsten Ergebnisse aus den Gesprächen werden notiert.

> Nach jeder Runde bleibt der/die Moderator:in sitzen, alle anderen wechseln zum nächsten Tisch, wo der/die Moderator:in ihnen das Bisherige zusammenfasst. Darauf aufbauend geht’s in die nächste Runde, die zentralen Gedanken und Ideen werden wieder notiert. Dann wandern die Teilnehmende wieder weiter, bis alle an allen Tischen waren und die Fragen abgearbeitet sind.

> Zum Schluss werden die Ergebnisse gesammelt, geclustert, ausgewählt. Dann wird in weiteren Diskussionsformaten weiter daran gearbeitet.

 

VORTEILE

+ Das Format finden wir toll, weil wirklich alle mit allen in einen strategischen Dialog kommen.

+ Die Kaffeehausatmosphäre an kleinen Tischen mit wenigen Personen bietet einen geschützten Raum, in dem die Menschen rascher Vertrauen fassen als in Großgruppen.

+ Es werden alle gehört, jede/r Teilnehmer:in wird zum/r Teilgeber:in.

+ Intimität und ein begrenztes Zeitfenster fördern Kooperation.

+ Das geballte Wissen, die Erfahrungen und Ideen jedes/r einzelnen Teilnehmer:in werden gesammelt.

+ Die offene Fragestellung lässt alle Ideen und Gedanken zu, ohne den Fokus auf das Thema zu verlieren. Die eng gestellte Frage fordert, handlungsorientiert zu denken und vielleicht schon konkrete Ideen und Lösungen zu finden.

+ Die Erkenntnisse der gesamten Gruppe werden am Ende sichtbar und dienen dem weiteren Entwicklungsprozess.

In unserem Labor haben wir übrigens gleich zwei offene Fragenstellungen bearbeitet: „Wie erlebe ich das Spannungsfeld zwischen sinnstiftendem und wirtschaftlichem Wirken in meinem Unternehmen? Warum ist das JETZT wichtig?“ und „Wo sehe ich Potenzial in meinem Unternehmen bezüglich der Herausforderung?“ … und die enge gefasste lautete: „Wo sehe ich Muster und Gemeinsamkeiten mit den anderen Häusern? Wo könnten wir uns zusammentun?“


-> Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Schreib es uns in die Kommentare!

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